Prof. Dr. med. Dieter Ropers ist neuer Chefarzt in der Medizinischen Klinik

02.11.2016/am  

Seit 1. Oktober  2016 ist Prof. Dr. med. Dieter Ropers neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik im St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg. Der 49jährige Internist und Kardiologe tritt die Nachfolge  von  Prof. Dr. med. Josef Pichl an, der nach fast dreißig Jahren in den Ruhestand gegangen ist.  Die Inanspruchnahme der Medizinischen Klinik ist in den vergangenen Jahren permanent gewachsen, die Komplexität der Medizin nimmt stetig zu. Deshalb wurden im Rahmen der Nachfolge zwei Chefarztpositionen eingerichtet. Zukünftig gibt es unter dem gemeinsamen Dach der Medizinischen Klinik nun den Schwerpunkt Innere Medizin/Kardiologie, der von Prof. Dr. med. Dieter Ropers als Chefarzt geleitet wird, sowie den Schwerpunkt Innere Medizin/Gastroenterologie unter Leitung von Dr. med. Werner Kraupa, der ab 1. April 2017 als neuer Chefarzt ans St. Theresien-Krankenhaus kommen wird. Dabei soll das  bestehende Leistungsspektrum der Medizinischen Klinik, die bereits jetzt nahezu das gesamte Gebiet der internistischen Erkrankungen abdeckt, vertieft und sowohl auf dem kardiologischen, wie auch auf gastroenterologischen Gebiet weiterentwickelt werden.

Neuer Chefarzt stammt aus Erlangen

Professor Ropers ist in Erlangen geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und erlangte 1996 die Approbation als Arzt. 1998 folgte die Promotion, für die er mit dem Promotionspreis der Medizinischen Fakultät ausgezeichnet wurde. Die Facharztanerkennung „Innere Medizin“ erhielt Professor Ropers im Jahre 2002, 2004 die Zusatzbezeichnung „Kardiologie“. Weitere Zusatzqualifikationen erlangte der neue Chefarzt 2007 durch die fakultative Weiterbildung zum Spezialisten für Internistische Intensivmedizin und 2014 zum Interventionellen Kardiologen. Im Jahr 2003 habilitierte er sich und ist seit 2010 außerplanmäßiger Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Professor Ropers gehört zahlreichen Fachgesellschaften an, darunter dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung sowie der deutschen, europäischen und amerikanischen Gesellschaft für Kardiologie. Er ist in verschiedenen Funktionen als gefragter Gutachter tätig. Darüber hinaus ist er ein auch international anerkannter Experte auf dem Gebiet der kardialen Computertomographie. Seine berufliche Laufbahn begann Professor Ropers 1995 als Assistenzarzt in der Medizinischen Klinik 2 (Kardiologie-Angiologie) der Universität Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 2004 wurde er dort zum Oberarzt ernannt und 2011 zum Stellvertretenden Klinikdirektor und Leitenden Oberarzt. Als Stellvertretender Chefarzt und Leitender Oberarzt wechselte er 2012 zur Medizinischen Klinik 1 - Kardiologie des Krankenhauses Martha-Maria in Nürnberg. 2014 wurde er zum  Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin an das Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt berufen, wo er bis zu seinem Wechsel zum St. Theresien-Krankenhaus tätig war.

Kardiologie wird weiter ausgebaut

Am St. Theresien-Krankenhaus wird Professor Ropers die Kardiologie als Schwerpunkt der Hauptabteilung weiterentwickeln. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der seit 1993 am Hause tätigen kardiologischen Praxis, u.a. mit der gemeinsamen Nutzung des bereits  vorhandenen Herzkatheterlabors. Der neue Chefarzt will seinen Schwerpunkt auf die Einführung modernster Technik zur Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen legen. Dazu gehören die interventionelle Therapie von Herzkranzgefäßerkrankungen und des akuten Infarktes. So soll das Herzkatheterlabor durch modernste Röntgentechnik, einem intrakoronaren Ultraschall (IVUS) sowie der Möglichkeit der Druckmessung im Koronargefäß (FFR) aufgerüstet werden. Zudem sollen neben der bereits seit vielen Jahren am St. Theresien-Krankenhaus etablierten Schrittmacherversorgung zukünftig auch Defibrillatoren, (ICD), Ereignis-Recorder und kabellose Schrittmacher-Systeme implantiert werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Radiologisch-Nuklearmedizinischen Zentrum am St. Theresien-Krankenhaus plant Professor Ropers zudem den Einsatz der kardialen Computertomographie (Kardio-CT). Mit dieser Technik können Herzkranzgefäßverkalkungen als frühzeitiger Hinweis auf eine koronare Herzerkrankung erkannt werden. Es ist darüber hinaus möglich, durch die Gabe von Kontrastmittel höhergradige Verengungen der Koronararterien festzustellen oder insbesondere auszuschließen. Damit können rein diagnostische Koronarangiographien, also Herzkatheteruntersuchungen, die nicht zu einer Aufdehnung der Herzkranzgefäße oder einer Bypass-Operation führen, vermieden werden.

Vorteile eines Teammodells

Professor Ropers freut sich über seine Berufung ans St. Theresien-Krankenhaus: „Der gute Ruf des Hauses, das hervorragend ausgebildete Team von Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern im Funktionsdienst und nicht zuletzt das hohe fachliche Niveau der Medizinischen Klinik, das mein Vorgänger Professor Pichl begründet hat, bilden für mich die Grundlage für den erfolgreichen Aufbau eines neuen kardiologischen Schwerpunkts.“ Der Bedarf an kardiologischer Versorgung in Nürnberg ist hoch: Auch in der Frankenmetropole sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin Todesursache Nummer 1. Im angestrebten Teammodell mit seinem neuen Chefarzt-Kollegen, dem Gastroenterologen Dr. Werner Kraupa, sieht Professor Ropers nur Vorteile: „Die Medizinische Klinik wird dadurch ihren Leistungsstandard weiter anheben und sich fachlich und technisch fortentwickeln. Zusammen mit unserem bisher schon vorhandenen Spektrum an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und durch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen im Haus ermöglichen wir unseren Patientinnen und Patienten eine qualitativ überdurchschnittliche ärztliche und pflegerische Versorgung. Unsere Notaufnahme bietet eine 24-Stunden-Bereitschaft für chirurgische und internistische Erkrankungen. Die operative Abteilung und das Herzkatheterlabor sind rund um die Uhr besetzt. Aufgrund der kurzen Wege im Haus kann unser Team sehr schnell und flexibel reagieren. Gleichzeitig zeichnet sich das St. Theresien-Krankenhaus sowohl auf pflegerischer wie auch auf ärztlicher Seite durch eine im heutigen Klinikbetrieb nicht selbstverständliche Kontinuität aus, eine entscheidende Voraussetzung für das große Vertrauen, dass insbesondere die chronisch kranken Patienten zum Haus entwickelt haben.“  

Wohnortnahe Versorgung der Patienten sicherstellen

Für Geschäftsführer Torsten Lübben liegen die Vorteile der künftigen Besetzung in der Inneren Medizin ebenfalls auf der Hand: „Beide Ärzte zeichnen sich durch ein enormes Fachwissen und ein breites Leistungsspektrum aus. Darüber hinaus haben beide Chefärzte bereits in verantwortlichen Positionen an anderen Kliniken viel Erfahrung in der Betreuung der gesamten Breite der Internistischen Erkrankungen gesammelt. Der Fachbereich der Gastroenterologie  (Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes)  wird in enger Kooperation mit unserer Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie eine große Aufwertung erfahren. Und durch die Einrichtung einer neuen Chefarztposition bzw. des Schwerpunkts Innere Medizin/Kardiologie stärken wir in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten die wohnortnahe Versorgung der Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.“ 

Von links nach rechts:
Dr. med. Werner Kraupa, Prof. Dr. med. Josef Pichl, Prof. Dr. med. Dieter Ropers
(Foto: Uwe Niklas)